Sommer 2018 – Tagespraktika

Steine sammeln hat seine Zeit,
Steine schleppen hat seine Zeit.
Zuhören hat seine Zeit,
reden hat seine Zeit.
Bäume pflanzen hat seine Zeit,
Unkraut rupfen hat seine Zeit…

Meine Sommertour 2018 führte mich durch meinen Wahlkreis in einer besonderen Arbeits-Weise.

Ich habe in knapp 30 Ganztages-Praktika verschiedene Betriebe besucht, die sich auf einen Aufruf gemeldet hatten, und dort als Hilfsarbeiter eine Schicht lang mitgearbeitet. So war ich in der gesamten Region als Pfleger, Bademeister, Maler- und Lackierer, als Handwerker, Friseurgeselle, Monteur und Gärtner im Einsatz. Dabei habe ich mich Stück für Stück durchs Ländle gearbeitet.

Mir ist es wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ihre Arbeitswelt kennenzulernen. So gut das eben an einem Tag geht, erhielt ich ganz verschiedene Ein- und Durchblicke, für die ich sehr dankbar bin. Dabei ermöglichte mir die abwechslungsreiche wie kräftezehrende Arbeit Einblicke in ganz unterschiedliche Betriebsabläufe verschiedener Branchenbetriebe, die ich häufig nur aus Kundenperspektive kenne.

Nie zuvor war ich zum Beispiel im Friseurhandwerk tätig. Mein Einsatz dort waren freilich Hilfsdienste, die ein wenig die Stammbelegschaft entlasten konnten. Die Einblicke und Gespräche mit den Tageskolleginnen und –kollegen lassen mich aber auch heute noch den Blick auf Probleme aus anderen Perspektiven einnehmen. Meine Sichtweise aus unternehmerischer und handwerklicher Sicht wurde dabei genauso geschärft, wie die Sicht der Arbeitnehmerschaft. Und oftmals erkenne ich in beiden keinen Widerspruch.

Ein paar Bilder geben Ihnen einen Eindruck der Arbeitssituationen.